von Hermann Melville
In einer Inszenierung von Edzard Schoppmann

Moby Dick von Hermann Melville zählt zu den großen Werken der Literaturgeschichte. Es ist ein Roman über den Kampf zwischen Mensch und Natur, ein Stoff über Gier, über ideologische Versessenheit, über Verführung und verblendetes Mitläufertum. Ein Werk aktueller denn je.

In unbändiger Zerstörungswut verfolgt Kapitän Ahab den weißen Wal Moby Dick, dabei steigert sich Ahab in einen geradezu paranoiden Wahnsinn, in eine sich über Gott und Natur erhebende Selbstüberschätzung, die schließlich ihn und seine Mannschaft in den Untergang stürzt. Nur Ismael, der junge Matrose, überlebt den Untergang der Pequod. In Ismael lebt die Hoffnung, dass trotz allen Schreckens und Zerstörung am Ende Menschlichkeit siegt.

Moby Dick, in der Inszenierung von BAAL novo, ist ein stürmisch umtoster Wellenritt aus Körpern, Sprache und Bildern. Auf der leeren Bühne ein Meer aus Tüchern und Seilen, dazwischen mit den Elementen kämpfend Männer, die Wellen von Worten chorisch durchwühlen, schweißtreibend mit sich und dem Wal ringen. Wie Gischt peitschende Trommeln, stählerne Rhythmen, Glück verheißende Klänge treiben die Jagd nach dem Wal voran. Dazwischen im Tal der Wellen Augenblicke des Innehaltens, der Stille und der Hoffnung.

Regie, Schauspieler und Musiker tauchen Melvilles Roman in einen Strudel aus Licht und Schatten, aus dem ein neuer Morgen auftaucht. Mit der Inszenierung von Edzard Schoppmann feiert BAAL novo sein 10jähriges Bestehen.

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