Regie: Edzard Schoppmann
Mit Maxime Pacaud (in F) und Clémence Leh

An einem kalten Winterabend stapft Wolf mit knurrendem Magen durch den Schnee auf der Suche nach etwas Fressbarem. Er hat Glück, er findet einen einsamen Hof, einen einsamen Stall, darin ein einsames Schaf. „Verzeihen Sie, dass ich störe, aber die Sache ist die, dass es mich ziemlich dringend nach einem Häppchen verlangt.“ „Was?“, fragt das naive Schaf. „Hunger“, antwortet Wolf. „Ich hätte da saftiges Heu und heißen Tee“, meint darauf Schaf. Wolf schüttelt sich angewidert. Hinterlistig bietet Wolf Schaf an, mit ihm eine Schlittenfahrt zu unternehmen. Schaf willigt begeistert ein: „Eine Abenteuerreise! Wo geht die Fahrt hin?“ – „Nach Erfahrungen, da ist alles aus Gold, dort gibt es haushohe Türme und himmelsbreite Plätze, Limonadenbrunnen und Kleeparks“, verspricht Wolf. „So einen Freund habe ich mir schon immer gewünscht!“, verzückt legt Schaf den Kopf an Wolfs Schulter. Und Wolf läuft das Wasser im Munde zusammen bei dem Gedanken an den leckeren Schafsbraten.
BAAL novo erzählt die Geschichte einer zu Herzen gehenden Freundschaft. Selbstverständlich ist die Geschichte von Wolf und Schaf auch ohne Fremdsprachenkenntnisse problemlos verständlich.
Ein Schaf fürs Leben wurde vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem deutschen Jugendliteraturpreis 2004.

Bild: Ellen MatzatBild: Ellen Matzat