von Jörg Menke-Peitzmeyer Ein Klassenzimmerstück über Mobbing, Ausgrenzung und Gewalt an Schulen.

Schauspieler
Theaterpädagogik / Nachbearbeitung

„Okay, bringen wir es hinter uns. Ich gebe euch fünf Minuten. Fünf von fünfundvierzig, da könnt ihr nicht sagen, ich wäre nicht großzügig. Fünf Minuten, in denen könnt ihr mit mir machen, was ihr wollt.“
Ein neuer Mitschüler steht vor der Klasse. Bisher war er immer der Loser und das Mobbing-Opfer, doch heute will er den Spieß umdrehen: er provoziert die Schüler und versucht die Klassengemeinschaft aufzubrechen. Der Monolog greift in die Gruppendynamik der Klasse ein. Mitleid, Aggression, die Angst vor dem Fremden. Die Schüler müssen sich zu dem Neuen verhalten und werden mit sich selbst konfrontiert, eine ganze Schulstunde lang. Damit wird verhandelbar, was allgegenwärtig ist, aber im Schulalltag niemand
anzusprechen wagt.
Mit „Erste Stunde“ hat Jörg Menke-Peitzmeyer ein starkes Stück zum allgegenwärtigen Schulthema Mobbing geschrieben. Ohne erhobenen Zeigefinger und mit einer guten Portion Humor gelingt es, die Schüler in
ihrem Umfeld, dem Klassenzimmer, direkt und zupackend anzusprechen. Der zwanzigjährige Schauspielschüler Marcus Westhoff spielt die Rolle des Mobbingopfers überzeugend authentisch.

„Erste Stunde“ erhielt den Autorenförderpreis 2006 der Landestheater.

Rechte: Theaterverlag Hoffmann-Paul * Berlin

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